Das AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS WUPPERTAL bietet als einzige Klinik in Wuppertal die neurologische Frührehabilitation der Phase B an. Sie ist ein spezialisierter, interdisziplinärer Therapieansatz für Patient:innen nach akuten neurologischen Ereignissen wie Schädel-Hirn-Verletzungen oder Hirninfarkte („Schlaganfälle“). Ziel der Neuro-Frührehabilitation der Phase B ist es, so früh wie möglich mit der auf das Störungsbild abgestimmten, individuellen Behandlung zu beginnen und dadurch Folgeschäden zu minimieren. Die Therapie findet im Krankenhaus statt und ist für Patient:innen geeignet, die aufgrund der Schwere des erlittenen Traumas und durch einen meist bereits länger bestehenden Krankenhausaufenthalt nur in sehr geringem Umfang in der Lage sind, sich zu bewegen und die Körperhygiene oder Nahrungsaufnahme etc. selbstständig auszuführen.
Neurologische Frührehabilitationsplätze der Phase B sind rar. Mit der Erweiterung unseres bisherigen Leistungsspektrums schaffen wir daher nun auch für diese schwerbetroffenen Patient:innenklientel ein Behandlungsangebot vor Ort. Zur Gewährleistung einer unkomplizierten Übernahme und Erstellung eines individuellen Behandlungsplanes benötigen wir Ihre Zusammenarbeit. Bitte füllen Sie dazu unseren Aufnahmenbogen aus oder kontaktieren Sie uns telefonisch über das Sekretariat der Neurologischen Klinik (T 0202 290-2103), um die Übernahme zu besprechen.
T (0202) 290 21 40
claudia.hellenbruckthis is not part of the email@ NOSPAMagaplesion.de
Claudia Hellenbruck
Chefarztsekretariat
Klinik für Neurologie
Angehörige spielen eine unverzichtbare Rolle in der neurologischen Frührehabilitation. Ihre Unterstützung ist nicht nur emotional wichtig, sondern auch entscheidend für den Rehabilitationsprozess der/s Patient:in. Angehörige sind oft die ersten Ansprechpersonen und können wertvolle Informationen über die Krankheitsgeschichte und die Bedürfnisse bereitstellen. Diese Informationen helfen dem Behandlungsteam, individuelle Therapiepläne zu erstellen, die auf die spezifischen Anforderungen der/s Patient:in abgestimmt sind. Darüber werden Angehörige aktiv in den Rehabilitationsprozess eingebunden. Sie können bei Übungen unterstützen, motivieren und helfen, Fortschritte zu erkennen. Die emotionale Unterstützung durch Angehörige trägt dazu bei, das Selbstbewusstsein der/s Patient:in zu stärken und Ängste abzubauen. Insgesamt ist die Zusammenarbeit zwischen dem Behandlungsteam und den Angehörigen ein wesentlicher Bestandteil der neurologischen Frührehabilitation.
Das Behandlungskonzept der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation basiert auf einem interdisziplinären, auf das Störungsbild der/s jeweiligen Patient:in gezielt abgestimmen Ansatz. Neben einem frühzeitigen Beginn sind auch die Kontinuität und Intensität der Therapien mitentscheidend für den langfristigen Erfolg. Die Patientin befinden sich in der Regel für mehrere Wochen, teils auch Monate in unserer stationären Behandlung. Für den Laien sind die ersten kleinen Schritte zur Wiedererlangung verlorengegangener motorischer oder auch geistiger Fähigkeiten oftmals kaum ersichtlich; dennoch gelingt es in vielen Fällen dem Team, gemeinschaftlich und mit Unterstützung der Angehörigen sowie der aktiven Teilhabe der/s Patient:in die Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben zu bahnen. Das Lebensalter der/s Betroffenen ist dabei ein wesentlicher Faktor.
Besonders bedeutsam ist die Einbettung der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation in das akutmedizinische Angebot des AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUSES WUPPERTAL. In kritischen Situationen ist die Expertise der hier vorgehaltenen Fachabteilungen für Herz-, Hirn- und Gefäßmedizin wie der Angiologie, Kardiologie, Neuro- und Gefäßchirurgie sowie Neuroradiologie stets unmittelbar verfügbar. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit im rein medizinischen Bereich flankiert die diversen Aspekte der Rehabilitation und gewährleistet die Sicherheit unserer Patient:innenklientel über den gesamten stationären Aufenthalt hinweg.
Bei einer neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation handelt es sich um eine spezialisierte Therapieform, die darauf abzielt, Patient:innen mit gravierenden Einschränkungen nach neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen, wie Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Traumata, schnellstmöglich zu rehabilitieren. In dieser Phase B werden individuelle Therapiepläne erstellt, die physiotherapeutische, ergotherapeutische, logopädische, (neuro-) psychologische und weitere Maßnahmen umfassen. Ziel ist es, den Patient:innen langfristig das jeweils höchstmögliche Maß an Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit zu verschaffen.
Die Neuropsychologie spielt eine entscheidende Rolle in der neurologischen Frührehabilitation, indem sie sich auf die kognitiven, emotionalen und verhaltensbezogenen Aspekte der Rehabilitation konzentriert. Die Neuropsycholog:innen führen umfassende Diagnosen durch, um die spezifischen kognitiven Defizite zu identifizieren, wie Gedächtnisstörungen, Aufmerksamkeitsprobleme oder Schwierigkeiten in der Planung und Organisation. Auf Basis dieser Diagnosen entwickeln sie individuelle Therapiepläne, die gezielte Übungen und Interventionen beinhalten. Diese Therapien zielen darauf ab, die kognitiven Fähigkeiten der Patienten zu stärken und ihre emotionalen Reaktionen zu stabilisieren. Zudem bieten Neuropsycholog:innen Unterstützung bei der Bewältigung von psychischen Belastungen, die häufig mit neurologischen Erkrankungen einhergehen, wie Angstzustände oder Depressionen. Durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen, wie der Physiotherapie und Ergotherapie, trägt die Neuropsychologie dazu bei, eine ganzheitliche Rehabilitation zu gewährleisten, die sowohl körperliche als auch geistige Aspekte berücksichtigt.
Die Pflege spielt eine entscheidende Rolle in der neurologischen Frührehabilitation. Pflegekräfte sind für die tägliche Betreuung der Patient:innen verantwortlich und unterstützen sie bei der Körperpflege, der Mobilisation und der Medikamenteneinnahme. Die Pflegekräfte sind auch Ansprechpartner für die Patient:innnen und deren Angehörige und tragen zur emotionalen Unterstützung bei.
Die Physiotherapie spielt eine zentrale Rolle in der neurologischen Frührehabilitation. Physiotherapeut:innen arbeiten daran, die Beweglichkeit und Kraft der Patient:innen zu verbessern. Durch gezielte Übungen und Mobilisationstechniken helfen sie, die motorischen Fähigkeiten wiederherzustellen und die Selbstständigkeit im Alltag zu fördern.
Die Ergotherapie konzentriert sich darauf, die Alltagsfähigkeiten der Patient:innen zu fördern. Ergotherapeut:innen helfen den Patient:innen, alltägliche Aktivitäten wie Essen, Ankleiden und Körperpflege wieder zu erlernen. Ziel ist es, die Selbstständigkeit zu maximieren und die Lebensqualität zu steigern.
Die Logopädie ist ein wichtiger Bestandteil der neurologischen Frührehabilitation, insbesondere für Patient:innen mit Sprach- und Schluckstörungen. Logopäd:innen unterstützen die Patient:innen dabei, ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern und das Schlucken zu trainieren, was für die Nahrungsaufnahme und die soziale Interaktion entscheidend ist.